Meer zu Essen – De Heering kümmt!

by Moritz on 21/02/2012

Täglich stehen sie jetzt wieder zu allen Tages- bzw. Nachtzeiten auf dem alten Rügendamm oder sind in kleinen Booten auf dem Sund unterwegs. Denn: Im Frühjahr strömt der Hering in die Gewässer um Rügen. Die Bodden und der Strelasund – am fischreichsten in ganz Deutschland – sind in diesen Gefilden für alle Angler, die jetzt „auf Hering gehen“ wollen, das Fangparadies schlechthin. Heringe leben in großen Schwärmen, besitzen einen lang gestreckten schlanken Körper von circa 30 Zentimetern und glänzen silbrig-grün. Aus diesem Grund wird der gesunde Fisch auch grüner Hering genannt, solange er noch nicht gebraten oder eingelegt ist. Riesige Heringsschwärme suchen alljährlich im zeitigen Frühjahr die flachen Küstengewässer der Ostsee auf, um dort zu laichen. Rügener Fischer landen den silbrigen Fisch in dieser Zeit tonnenweise an. Aber auch viele Hobbyangler versuchen, das „Silber der Ostsee“ an den Haken zu bekommen. Die alte Rügendammbrücke bietet dann kaum noch ein freies Plätzchen für die vielen Petrijünger, die eigens dafür sogar von Hamburg oder Berlin anreisen. Täglich stehen sie jetzt wieder zu allen Tages- bzw. Nachtzeiten auf dem alten Rügendamm oder sind in kleinen Booten auf dem Sund unterwegs. Denn: Im Frühjahr strömen der Hering und allerhand Gerüche in die Gewässer um Rügen. Die Bodden und der Strelasund – am fischreichsten in ganz Deutschland – sind in diesen Gefilden für alle Angler, die jetzt „auf Hering gehen“ wollen, das Fangparadies schlechthin. Heringe leben in großen Schwärmen, besitzen einen lang gestreckten schlanken Körper von circa 30 Zentimetern und glänzen silbrig-grün. Aus diesem Grund wird der gesunde Fisch auch grüner Hering genannt, solange er noch nicht gebraten oder eingelegt ist. Riesige Heringsschwärme suchen alljährlich im zeitigen Frühjahr die flachen Küstengewässer der Ostsee auf, um dort zu laichen. Rügener Fischer landen den silbrigen Fisch in dieser Zeit tonnenweise an. Aber auch viele Hobbyangler versuchen, das „Silber der Ostsee“ an den Haken zu bekommen. Die alte Rügendammbrücke bietet dann kaum noch ein freies Plätzchen für die vielen Petrijünger, die eigens dafür sogar von Hamburg oder Berlin anreisen. Längst hat er sein einstiges Arme-Leute-Image verloren und sich zu einem lukullischen Renner entwickelt. Rund 19 Prozent des in der Bundesrepublik Deutschland angebotenen Fisches entfallen auf Heringe und Heringsprodukte. Kein anderer Fisch hat in der Geschichte eine so große wirtschaftliche und politische Bedeutung gehabt wie der Hering. Im Mittelalter hat er die Menschen oftmals vor Hungersnöten bewahrt. Die Dänen waren die ersten, die den Hering fingen und durch ihn zu Reichtum gelangten. Seinetwegen fanden zwischen England und Holland Kriege statt. Auch der Aufstieg der Hanse war eng mit dem Hering verbunden. Schon um das Jahr 1.000 soll Bischof Otto von Bamberg das Salzen von Heringen zum Haltbarmachen entdeckt haben. Damit wurde eine neue Phase der Fischwirtschaft und der Seefahrt eingeleitet: Die Haltbarkeit gesalzener Fische erlaubte längere und weitere Seereisen als vorher möglich. Mancherorts wird heutzutage schon die Anlandung der Fische im Hafen mit einem zünftigen Köche-Umzug und anschließendem gemeinsamen Heringsbraten gefeiert. Begleitet von Blasorchester und Shanty-Chor, gibt es sogar traditionelle Weihen für Kutter und Fische oder einen Heringpokal für die beste Rezeptkreation.

Meer von Außen

flickr@ gvmis

Gefangen, gefeiert, gegessen – den kulturell umrahmten Auftakt für die Rügener Heringswochen vom 3. bis zum 30. April gibt am Ostersamstag, den 3. April das Sassnitzer Fischereihafenfest. Dort zeigen die Köche der Insel, wie vielfältig der gesunde Meeresfisch Hering zubereitet werden kann – in allen erdenklichen schmackhaften und bekömmlichen Varianten kommt der vitamin- und mineralstoffreiche Fisch dort direkt fangfrisch aus der Ostsee auf den Teller. Die Heringsfänge gehören hierzulande zu den festen Terminen im Frühjahr. Gemeinsam mit Gästen aus ganz Deutschland feiern die Rüganer das kulinarische Ereignis seit Jahren: In vielen Orten gibt es in diesen Frühlingswochen traditionelle Fischer- und Heringsfeste, beispielsweise in Altefähr sowie den Ostseebädern Baabe und Göhren. Auch die Gastronomie der Insel Rügen beteiligt sich zahlreich mit speziellen Speisekarten rund um den köstlichen Hering an dieser delikaten Aktion. Jedes Restaurant und jede Gaststube hat dafür eigene Spezialitäten anzubieten: Von Kliesows Reuse in Alt Reddevitz über die Traditionsräucherei in Lietzow bis zum „Gastmahl des Meeres“ in Sassnitz – die Kulinarik der Heringsgerichte reicht dabei von traditionell bis ausgefallen. Diese gesunden Genuss-Angebote sollten alle Gäste, die Hering bisher nur als Matjes oder Bismarck zwischen zwei Brötchenhälften kennen, unbedingt wahrnehmen! Das „Silber des Meeres“ gibt es dann neben dem traditionellen „Hering satt“ auch als Brat,- Back- und sauren Hering, aber ebenso geräuchert, als Rollmops, Heringsroulade, Carpaccio vom Hering und Heringssoufflé, salzig, gedünstet, im Bierteig, als Sushi-Variante oder Heringspraline und, und, und. Abgelöst wird der Hering im Mai übrigens nahtlos vom „Arbeiteraal“, wie der grüngrätige, bis zu einem Meter lange Hornfisch oder auch Hornhecht bzw. Maifisch zur DDR-Zeit scherzhaft genannt wurde. Nach überliefertem Rezept essen die Rüganer ihn mit Stampfkartoffeln und Rhabarberkompott, doch auch für diesen aalartigen Fisch mit dem spitz zulaufenden Maul existieren vielfältigste Zubereitungsarten – besonders gegrillt oder geräuchert ist sein besonders zartes, festes Fleisch ein Hochgenuss. Für wen sich also keine Gelegenheit bot, die Heringswochen bei praller Sonne zu genießen, der kann sich die Rügener Hornfischtage schon einmal vormerken.

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